Methodenbeschreibung Fernsehen

Zielsetzung
Grundgesamtheit
Lokalfernsehstandorte
Stichprobenanlage
Auswahlverfahren
Erhebungsmethode
Erhebungszeitraum
Anzahl der Interviews
Erhebungsinhalte
Berichterstattung Fernsehen
Ausschöpfung der Stichprobe
Datengewichtung / Proportionalisierung / Redressment / Transformation
Einkommen
  


Zielsetzung

Bestimmung der aktuellen Position der bayerischen lokalen Fernsehprogramme im Konkurrenzumfeld

  Nutzung von Fernsehprogrammen im Tagesablauf
Empfangbarkeit von Fernsehprogrammen
Beurteilung und Bewertung des derzeitigen Programmangebots durch die Fernsehzuschauer
  


Grundgesamtheit

Personen ab 14 Jahre in Privathaushalten in Bayern und in angrenzenden Verbreitungsgebieten bayerischen Lokalfernsehens in Hessen

Die Grundgesamtheit umfaßt:

9,425 Personen ab 14 Jahre

Personen ab 14 Jahre: 9,385 Mio. in Bayern
    + 0,040 Mio.   in den angrenzenden Lokalfernseh-Verbreitungs-
gebieten außerhalb Bayerns
    = 9,425 Mio.   Personen ab 14 Jahre gesamt
  


Lokalfernsehstandorte

Im Vorfeld der Untersuchung wurde bei den lokalen Anbietern und der BLM ermittelt, welche Gemeinden zu den terrestrischen bzw. zu den jeweiligen Kabelverbreitungsgebieten der Lokalfernsehprogramme gehören. Die genauen Abgrenzungen sind den Landkarten zu entnehmen, die sich in den einzelnen Standortverzeichnissen unter dem Verzeichnis Lokale Standorte befinden.

Lokalfernsehstandorte 2003

Standort Allgäu
Standort Amberg / Weiden
Standort Aschaffenburg
Standort Augsburg
Standort Berchtesgadener Land
Standort Burgkirchen / Mühldorf
Standort Deggendorf
Standort Ingolstadt
Standort Landshut
Standort München
Standort Nürnberg / Fürth / Erlangen
Standort Oberfranken
Standort Passau
Standort Regensburg
Standort Rosenheim
Standort Schweinfurt
Standort Traunstein
Standort Würzburg

  


Stichprobenanlage

Proportionale Basisstichprobe in Bayern mit disproportionalen Aufstockungen der 18 Lokal-Fernsehstandorte inkl. angrenzender Gebiete in Hessen.

Die Stichprobe wurde so geplant, dass für alle Fernsehstandorte in Bayern eine genügend große Fallzahl für Auswertungen zur Verfügung steht (im allgemeinen ca. mind. 500 Fälle im lokalen TV-Verbreitungsgebiet bzw. im TV-Ballungsraum bzw. ca. mind. 500 Fälle im Kabelhaushalten). Die Stichprobe wurde deshalb disproportional auf Bayern bzw. die Standorte verteilt.

Im restlichen Bayern wurden außerhalb der Fernsehstandorte insgesamt 1.000 Interviews mit proportionaler Verteilung geplant.

Im einzelnen ergab sich daraus folgender Stichprobenplan:

1 Ingolstadt 800
2  

München

1.500
5  

Rosenheim

750
6  

Burgkirchen

705
7  

Traunstein

720
  Burgkirchen/Traunstein 1.425
8

Berchtesgadener Land

950
9

Passau

950
10

Landshut

730
11

Deggendorf

1.000
12

Amberg/Weiden

980
13

Regensburg

880
16

Oberfranken

860
19

Nürnberg

1.250
21

Aschaffenburg

1.100
22

Würzburg

1.000
23

Schweinfurt

800
24

Augsburg

870
28

Allgäu

1.000

Aufhebung des disproportionalen Ansatzes durch Gewichtung

  Repräsentative Aussagen möglich für:
Bayern gesamt
Lokalfernsehempfangsgebiete gesamt
jeden einzelnen der 18 Lokalfernsehstandorte
  


Auswahlverfahren

Geschichtete, einstufige und ungeklumpte repräsentative Zufallsauswahl. Die Stichprobe wurde disproportional auf das Befragungsgebiet verteilt (proportionale Basisstichprobe mit Aufstockungen der einzelnen Hörfunk- bzw. Fernsehstandorte).

Die in die Grundgesamtheit fallenden Gemeinden wurden folgendermaßen geschichtet (echte Schichtung):

Landkreise / Stadtkreise

 
politische Gemeindegrößenklasse (Zuordnung zu einer Gemeindegrößenklasse erfolgt auf Basis Einwohner in der Gemeinde)

Alle Gemeinden eines Kreises, die im Verbreitungsgebiet eines Lokalfernsehprogramms lagen und zur gleichen politischen Gemeindegrößenklasse gehörten, bildeten somit eine Schicht.

Innerhalb dieser Schichten erfolgte eine Schichtung durch Anordnung (im allgemeinen ortsalphabetisch).

Die Auswahl der Befragungspersonen erfolgte auf der Basis des ADM-Telefonstichprobensystems. Dieses Stichprobenverfahren ist nicht auf die veröffentlichten Teilnehmerverzeichnisse der Telekom beschränkt, sondern generiert nach bestimmten Prinzipien alle theoretisch möglichen Telefonnummern.

Im Rahmen der Feldarbeit musste als Erstes für jede ausgewählte Telefonnummer ermittelt werden, ob diese Telefonnummer tatsächlich existiert, also nicht die entsprechende automatische Ansage kam („Kein Anschluss unter dieser Nummer“). Des Weiteren musste überprüft werden, ob es sich bei dem Teilnehmer um einen Privathaushalt der Grundgesamtheit handelt. Ebenfalls musste erfragt werden, in welcher Gemeinde innerhalb des Telefonvorwahlgebiets der Haushalt wohnt, da ja für die Haushalte definitiv nur die Vorwahl bekannt war, damit eine sichere Zuordnung zu einem Lokalfernsehverbreitungsgebiet erfolgen konnte.

Diese Methode hat insbesondere den Vorteil, dass auch die Telefonhaushalte repräsentativ abgedeckt werden, die nicht in den veröffentlichten Verzeichnissen der Telekom ausgewiesen sind.

  


Erhebungsmethode

CATI-Methode (Computer Aided Telephone Interviewing)

  


Erhebungszeitraum

Die telefonischen Befragungen für die Fernsehstudie wurden in der Zeit vom 20.01. bis 23.03.2003 durchgeführt.

  


Anzahl Interviews

17.577 Personen ab 14 Jahre

  


Erhebungsinhalte

Viertelstundenweise Tagesablauferhebung für den gestrigen Tag von 05.00 Uhr bis 01.00 Uhr
  - 3 Leittätigkeiten (Schlafen, zu Hause, außer Haus)
  - Fernsehnutzung nach Programmen
  - Video / DVD gesehen
   
Bekanntheit / Weitester Seherkreis / Nutzungsfrequenz Fernsehprogramme
   
Nutzungsfrequenz Fernsehen gesamt nach Zeitabschnitten

Haushaltsausstattung

Anzahl Fernsehgeräte
Fernsehempfangsbedingungen (Kabel, Satellit, Terrestrik, Digitale Empfangsmöglichkeit)
Empfangbare Fernsehprogramme
digitale Nutzung lokaler und ausländischer Fernsehprogramme

Demografie

Alter, Geschlecht
Schulabschluss, Berufsausbildung
Berufstätigkeit, Beruf
Hauswirtschaftliche Tätigkeit
Haupteinkommensbezieher
Persönliches Nettoeinkommen
Haushaltsnettoeinkommen
Haushaltsgröße, Kinder bis 14 Jahre im Haushalt
  


Berichterstattung Fernsehen

CD-ROM "Fernsehen", alle Standorte / Tabellen
Basisauswertung - Bayern gesamt - Kurzbericht
18 Standortberichte / Tabellen
Lokale Funkplanungsdaten Bayern zur Verteilung an Agenturen und Werbetreibende
Berichtsband „Qualitative Programmbewertung Fernsehen“
  


Ausschöpfung der Stichprobe

Ausfallgrund:

abs.

%

1 Bruttoansatz 52.451 100
2.1 Ansage der Telekom / Falsche Telefonnummer / kein Anschluss 33,9
2.2

Fax / Modem

5,0
2.3

Doppeladresse

0,2
2.4

Kein Privathaushalt

3,1
2.5

Wohnort außerhalb Befragungsgebiet

0,2
2.6

Keine Person im Haushalt spricht deutsch

2,5
2.7

Maximale Kontaktzahl (> 12) erreicht

8,4
2 Neutrale Ausfälle gesamt 27.972 53,3
3 Bereinigtes Brutto 24.479 100
41 Teilnehmer nimmt nicht ab 2,2
42 Anschluss besetzt 0,1
43 Privater Anrufbeantworter 0,6
44 Keine Auskunftsperson erreichbar 0,6
45 Auskunft über Zielperson verweigert 16,4
46 ZP nicht erreicht, kein Termin möglich 1,0
47 ZP verweigert Interview 4,8
48 ZP krank, mit Interview überfordert 0,5
49 Interview-Abbruch 1,1
4 Systematische Ausfälle gesamt 6.902 28,2
5 Durchgeführte Interviews 17.577 71,8
  


Datengewichtung / Proportionalisierung / Redressment / Transformation

Folgende Gewichtungen wurden vorgenommen:

 Designgewichtungen

Designgewichtung 1:
Aufhebung der unterschiedlichen Auswahlchancen der Haushalte, die sich aus der unterschiedlichen Anzahl der Telefonnummern, unter denen der Haushalt erreichbar ist, ergibt.

Designgewichtung 2:
Aufhebung der methodenbedingten unterschiedlichen Auswahlchancen, die sich aus unterschiedlichen Auswahlchancen in Abhängigkeit von der Vorwahl ergeben.

 Haushaltsgewichtungen

Haushaltsgewichtung nach politischer Gemeindegrößenklasse / Lokalfernsehverbreitungsgebieten gesamt mit Aufhebung des disproportionalen Stichprobenansatzes (Basis: amtliche Statistik),

Haushaltsgewichtung nach Haushaltsgröße / Regierungsbezirk bzw. Lokalfernsehverbreitungsgebiete gesamt (Basis: BiK)

 Designgewichtung 3:

Aufhebung der unterschiedlichen Auswahlchancen der befragten Personen in Abhängigkeit von der Anzahl der zur Grundgesamtheit gehörenden Personen im Haushalt (Umwandlung der Haushaltsstichprobe in eine Personenstichprobe)

 Personengewichtungen (Basis: BIK und eigene Berechnungen auf
 Basis der Veröffentlichungen des Statistischen Bundesamtes) nach:

Regierungsbezirke / Haushaltsvorstand ja/nein / Haushaltsgröße
Regierungsbezirke / Haushaltsgröße
Regierungsbezirke / Bildung
Regierungsbezirke / Berufstätigkeit
Regierungsbezirke / Alter / Geschlecht
Alter / Geschlecht / Lokalfernsehverbreitungsgebiete gesamt
Teilgebiete der Lokalfernsehverbreitungsgebiete gesamt / Bundesländer
Alter / Lokalfernsehverbreitungsgebiete gesamt / Befragungstag
Geschlecht / Lokalfernsehverbreitungsgebiete gesamt / Befragungstag
Lokalfernsehverbreitungsgebiete gesamt / Befragungstag
Alter / Geschlecht / Lokalfernsehverbreitungsgebiete gesamt / Mo-Fr / Sa / So

  


Einkommen

Etliche Personen wollten oder konnten beim Interview keine Angabe zum eigenen und/oder zum Haushaltseinkommen machen. Um diese wichtige Variable für Auswertungen sinnvoll nutzen zu können, wurden diese fehlenden Angaben zum Einkommen geschätzt. Die Basis bildeten die Angaben der Personen, die zum Einkommen Angaben gemacht hatten. Die Berechnungen erfolgten mit Hilfe eines Segmentationsverfahrens. Es wurden alle Personen, die eine Angabe zum Einkommen gemacht hatten, auf der Basis der übrigen erfragten statistischen Merkmale wie z.B. Alter, Schulbildung, Haushaltsgröße usw. in disjunkte Gruppen (Segmente) mit jeweils einheitlichem Einkommen zerlegt.

Im zweiten Arbeitsschritt wurden alle Personen ohne Angabe zum Einkommen entsprechend ihren Angaben zu den statistischen Merkmalen diesen verschiedenen Segmenten zugeordnet und ihnen das Einkommen des jeweiligen Segmentes zugewiesen. Diese Methode wurde für die Schätzung sowohl des Haushalts- als auch des persönlichen Einkommens eingesetzt. Dabei wurden zusätzlich auch die Zulässigkeitsprüfungen angewendet, die bei den Angaben zum Einkommen gegolten hatten, die bereits während des Interviews gemacht wurden (Beispiel: persönliches Einkommen muss kleiner/gleich Haushaltseinkommen sein).

Nach Abschluss dieser Arbeiten stehen für die Auswertung die Merkmale Haushalts- und persönliches Einkommen für jeden Befragten zur Verfügung.