Die abgebildete Grundgesamtheit umfasst ab der FAB 2009 neben deutschen Personen
nun auch „EU 27-Ausländer“ ab 14 Jahren in Privathaushalten in Bayern.
Basis: 10,039 Mio. Personen ab 14 Jahre in Bayern
Die tatsächlich befragte Grundgesamtheit umfasst unverändert im Vergleich zu den
Vorjahren deutschsprechende Personen ab 14 Jahren im oben beschriebenen Gebiet.
Im Vorfeld der Untersuchung wurde bei den lokalen Anbietern und der BLM
ermittelt, welche Gemeinden zu den DVB-T Verbreitungsgebieten bzw. zu den
jeweiligen Kabelverbreitungsgebieten der Lokalfernsehprogramme gehören. Die
genauen Abgrenzungen sind den Landkarten zu entnehmen, die sich in den
einzelnen Standortverzeichnissen unter dem Verzeichnis Lokale Standorte
befinden.
Proportionale Basisstichprobe in Bayern mit disproportionalen Aufstockungen der
16 Lokal-Fernsehstandorte.
Die Stichprobe wurde so geplant, dass für alle Fernsehstandorte in Bayern eine
genügend große Fallzahl für Auswertungen zur Verfügung steht (im allgemeinen ca.
mindestens 500 Fälle im jeweiligen lokalen Verbreitungsgebiet). Die Stichprobe
wurde deshalb disproportional auf Bayern bzw. die Standorte verteilt. In manchen
Gebieten erfolgten individuelle Fallzahlaufstockungen durch die Auftraggeber.
Im restlichen Bayern wurden außerhalb der Fernsehstandorte insgesamt 1.000
Interviews mit proportionaler Verteilung geplant.
Im einzelnen ergab sich daraus folgender Stichprobenplan:
1
Ingolstadt
986
2
München
1.220
5
Oberbayern
912
9
Passau
1.000
10
Landshut
896
11
Deggendorf
1.000
12
Amberg/Weiden
1.100
13
Regensburg
1.126
16
Oberfranken
1.229
19
Nürnberg
1.089
21
Aschaffenburg
1.000
22
Würzburg
1.100
23
Schweinfurt
896
24
Augsburg
1.000
26
Neu-Ulm
787
28
Allgäu
931
Aufhebung des disproportionalen Ansatzes durch Gewichtung
Die in die Grundgesamtheit bzw. Auswahlgrundlage fallenden Telefonnummern wurden
folgendermaßen geschichtet:
Landkreise / Stadtkreise
politische Gemeindegrößenklasse (Zuordnung zu einer
Gemeindegrößenklasse erfolgt auf Basis Einwohner in der
Gemeinde)
Alle Gemeinden eines Kreises, die im Verbreitungsgebiet eines
Lokalfernsehprogramms lagen und zur gleichen politischen Gemeindegrößenklasse
gehörten, bildeten somit eine Schicht.
Innerhalb dieser Schichten erfolgte eine Schichtung durch Anordnung (im
Allgemeinen ortsalphabetisch).
Die Auswahl der Befragungspersonen erfolgte auf der Basis des aktuellen
ADM-Telefonstichprobensystems. Diese Auswahlgrundlage ist nicht auf die
veröffentlichten Teilnehmerverzeichnisse der Telekom beschränkt, sondern
generiert nach bestimmten Prinzipien alle theoretisch möglichen
Festnetz-Telefonnummern. Die Methode hat insbesondere den Vorteil, dass auch die
Telefonhaushalte repräsentativ abgebildet werden, die nicht in den
veröffentlichten Telefonteilnehmerverzeichnissen ausgewiesen sind.
Die Auswahl der Haushalte erfolgte als eine geschichtete, einstufige und
ungeklumpte repräsentative Zufallsauswahl. Die Stichprobe wurde disproportional
auf das Befragungsgebiet verteilt (proportionale Basisstichprobe mit
Aufstockungen der einzelnen Hörfunk- bzw. Fernsehstandorte).
Im Rahmen der Feldarbeit musste als Erstes für jede ausgewählte Telefonnummer
ermittelt werden, ob diese Telefonnummer tatsächlich existiert, also nicht die
entsprechende automatische Ansage kam („Kein Anschluss unter dieser Nummer“).
Des Weiteren musste überprüft werden, ob es sich bei dem Teilnehmer um einen
Privathaushalt der Grundgesamtheit handelt. Ebenfalls musste erfragt werden, in
welcher Gemeinde innerhalb des Telefonvorwahlgebiets der Haushalt wohnt, da ja
für die Haushalte definitiv nur die Vorwahl bekannt war, damit eine sichere
Zuordnung zu einem Lokalfernsehverbreitungsgebiet erfolgen konnte.
Innerhalb der ausgewählten Haushalte wurde eine Person der Grundgesamtheit
per Zufall ausgewählt (Schwedenschlüssel).
Designgewichtung 1:
Aufhebung der unterschiedlichen Auswahlchancen der Haushalte, die sich aus der
unterschiedlichen Anzahl der Telefonnummern, unter denen der Haushalt
erreichbar ist, ergibt.
Designgewichtung 2:
Aufhebung der methodenbedingten unterschiedlichen Auswahlchancen, die sich
aus unterschiedlichen Auswahlchancen in Abhängigkeit von der Vorwahl ergeben.
Haushaltsgewichtungen
Haushaltsgewichtung nach politischer Gemeindegrößenklasse /
Lokalfernsehverbreitungsgebieten gesamt mit Aufhebung des disproportionalen
Stichprobenansatzes (Basis: amtliche Statistik),
Haushaltsgewichtung nach Haushaltsgröße / Regierungsbezirk bzw.
Lokalfernsehverbreitungsgebiete gesamt (Basis: BiK)
Designgewichtung 3:
Aufhebung der unterschiedlichen Auswahlchancen der befragten Personen in
Abhängigkeit von der Anzahl der zur Grundgesamtheit gehörenden Personen im
Haushalt (Umwandlung der Haushaltsstichprobe in eine Personenstichprobe)
Die Gewichtungssollzahlen hatten wie bei der ma Radio 2009 II als Bezugsbasis
Deutsche plus in Deutschland wohnende Ausländer mit EU-Nationalität ab 14 Jahre
in Privathaushalten. Datenquellen hierzu waren die von BiK für die ma Radio
ermittelten sekundärstatistischen Daten der amtlichen Statistik, weitere
Veröffentlichungen des Statistischen Bundesamtes sowie eigene Berechnungen.
Regierungsbezirke / Haushaltsgröße
Regierungsbezirke / Bildung
Regierungsbezirke / Berufstätigkeit
Regierungsbezirke / Alter / Geschlecht
Regierungsbezirke / Deutsche – EU27-Ausländer
Lokalfernsehverbreitungsgebiete bzw. Teilgebiete / Alter / Geschlecht
Teilgebiete der Lokalfernsehverbreitungsgebiete / Bundesländer
Lokalfernsehverbreitungsgebiete / Alter / Befragungstag
Etliche Personen wollten oder konnten beim Interview keine Angabe zum eigenen
und/oder zum Haushaltseinkommen machen. Um diese wichtige Variable für
Auswertungen sinnvoll nutzen zu können, wurden diese fehlenden Angaben zum
Einkommen geschätzt. Die Basis bildeten die Angaben der Personen, die zum
Einkommen Angaben gemacht hatten. Die Berechnungen erfolgten mit Hilfe eines
Segmentationsverfahrens. Es wurden alle Personen, die eine Angabe zum Einkommen
gemacht hatten, auf der Basis der übrigen erfragten statistischen Merkmale wie
z.B. Alter, Schulbildung, Haushaltsgröße usw. in disjunkte Gruppen (Segmente)
mit jeweils einheitlichem Einkommen zerlegt.
Im zweiten Arbeitsschritt wurden alle Personen ohne Angabe zum Einkommen
entsprechend ihren Angaben zu den statistischen Merkmalen diesen verschiedenen
Segmenten zugeordnet und ihnen das Einkommen des jeweiligen Segmentes
zugewiesen. Diese Methode wurde für die Schätzung sowohl des Haushalts- als auch
des persönlichen Einkommens eingesetzt. Dabei wurden zusätzlich auch die
Zulässigkeitsprüfungen angewendet, die bei den Angaben zum Einkommen gegolten
hatten, die bereits während des Interviews gemacht wurden (Beispiel:
persönliches Einkommen muss kleiner/gleich Haushaltseinkommen sein).
Nach Abschluss dieser Arbeiten stehen für die Auswertung die Merkmale Haushalts-
und persönliches Einkommen für jeden Befragten zur Verfügung.